Beschreibung

Der Kirnberg ist vielmehr ein Hochplateau als ein Berg, wie ein Blick von der Geländekante zu den Donauauen zeigt. Massive Felsen zeigen sich an mehreren Stellen, der Untergrund ist von Paragneis und Ranker geprägt. Im östlicheren Teil der Lage findet sich vorwiegend Grüner Veltliner, zur Geländekante hin überwiegt der Riesling. Letzterer gewinnt von dieser Lage seinen vermutlich schönsten Ausdruck am Südufer. Der Name wurde bereits 1451 als "Churnperig" erwähnt und deutet durch den Zusammenhang mit dem Begriff "Korn" eine alte Mühle an.

Bodenprofil Kirnberg

Der Sockel, der an einen Tafelberg erinnernden Ried Kirnberg, besteht aus einem Paragneis. Nach Osten wird dieser vermehrt von Terrassenschotter der Mindeleiszeit überlagert. Das Profil wurde am westlichen Kirnberg entnommen, wo der Paragneis zu Tage tritt. Paragneise sind Umwandlungsgesteine, die aus Sedimenten hervorgegangen sind (Variszische Gebirgsbildung). Am Kirnberg hat das Gestein den Charakter eines Glimmerschiefers mit viel dunklem Glimmer und dem an Magnesium und an Eisen reichen Biotit. Der Oberboden ist mit Löss vermischt. Der daraus gelöste Kalk wurde ausgewaschen und teilweise in den hellen Partien zwischen den Glimmerschieferlagen wieder ausgefällt.