Die Weinjahrgänge seit Gründung der Vinea Wachau.

2014
Auf einen ungewöhnlich trockenen und milden Winter folgen frühlingshafte Temperaturen in der 2. Märzhälfte – ein früher Vegetationsbeginn ist die Folge. Die Marillen blühen von 18. bis 30. März, und auch die Reben treiben sehr früh aus. Der befürchtete Spätfrost bleibt Gott sei Dank aus. Mitte Mai kommt es zu den lang ersehnten Regenfällen und die extreme Trockenheit hat vorläufig ein Ende. Eine sehr warme Periode Anfang bis Mitte Juni führt zu einem raschen und idealen Blüteverlauf (5. bis 17. Juni). Die günstige Witterung hält bis Mitte August an und man erwartet sich höchste Qualitäten bei ebenfalls guten Quantitäten.

Das Einsetzen einer sehr feuchten Witterungsphase bei gleichzeitig hohen Nachttemperaturen erzeugt hohen Fäulnisdruck, welcher durch die bereits fortgeschrittene Reife und die Kompaktheit der Trauben noch verstärkt wird.

Die Ernte, die ca. Ende September einsetzt, gestaltet sich äußerst schwierig und erfordert einen noch nie dagewesenen Arbeitsaufwand um die Trauben zu selektieren. Erst im Oktober stabilisiert sich die Wetterlage und mit viel Geduld und Mühe können von Ende Oktober bis Mitte November doch noch Smaragdweine eingebracht werden, allerdings verbunden mit großen Ernteeinbußen.

Der Jahrgang bringt großteils leichtere Weine, die aber elegant und pikant sind. Smaragdweine wurden in diesem Jahr nur in sehr geringen Mengen geerntet, sie überzeugen durch Leichtfüßigkeit und Raffinesse.

2013
Nach einem langen Winter mit sehr kalter zweiter Märzhälfte und kühler erster Aprilhälfte setzt um Mitte April endlich der Frühling ein. Die Marillenblüte von 15. bis 23.4. ist spät, der Frühling wird von einem kühlen und feuchten Mai wieder unterbrochen. Anfangs Juni kommt es innerhalb von kurzer Zeit erneut zu einem Jahrhunderthochwasser, das nur geringfügig unter den Pegelständen des Jahres 2002 bleibt.

Die Rebblüte (ca 15.-20. Juni) wird von einer kurzen extremen Hitzewelle begleitet, welche bei Grünem Veltliner teilweise zu Verrieselungsschäden führt. Die Ertragseinbussen sind innerhalb der Wachau sehr unterschiedlich. Eine sehr heisse und trockene Periode von Juli bis Mitte August führt in Extremlagen ohne Bewässerungsmöglichkeit zu Trockenstress. Die eher kühle und feuchte Witterung ab 10. September verzögert die Reife etwas, die Weinlese findet von Anfang Oktober bis ca Mitte November bei schöner Witterung statt.

Beim Grünen Veltliner bringt der Jahrgang je nach Ertrag etwas leichtere bis sehr kräftige Weine mit guter Säurestruktur, die Rieslinge sind konzentriert, elegant, mit teils prägnanter Säure.

2012
Auf einen trockenen Winter mit zeitweise tiefen Temperaturen, im Februar bis -20°, folgt in der zweiten  Märzhälfte  eine  starke  Erwärmung,  sodass  die  Marillen  um  den  20.  März  zu  blühen beginnen. Nach vorübergehender Abkühlung im April (starke Frostschäden bei den Marillen) ab Ende  April  sommerliches  Wetter  und  starker  Vegetationsschub.

Bei  den  Spätfrostschäden  am  18.  Mai  2012  kommt  die  Wachau  mit  einem  blauen  Auge  davon,  obwohl  es  vereinzelt  starke Schäden  gibt.  Eine  frühe  Rebblüte  von  Ende  Mai  bis  ca.  10.  Juni  bringt  einen Vegetationsvorsprung,  der  den  ganzen,  sehr  trockenen  Sommer  anhält  und  zu  einem  frühen Lesebeginn Mitte September führt. Weingärten ohne Bewässerungsmöglichkeit leiden unter der anhaltenden  Trockenheit.  Den  ganzen  September  und  Oktober  hindurch  sehr  schöne Herbstwitterung,  sodass  kaum  ein  Botrytisbefall  auftritt  und  sehr  gesundes  Lesegut  geerntet werden kann. Die Weinlese zieht sich aber dann doch wieder bis ca 10. November, speziell die Sorte Riesling lässt sich für die Smaragdqualitäten Zeit. 

Der  Jahrgang  bringt  sehr  ausgewogene,  dichte  Weine  in  reintöniger  Art  mit  gutem  Potential, wobei auch die Quantität – mit Ausnahme der Weingärten mit Frostschäden – durchaus gut ist.

2011
Auf einen durchschnittlichen Winter folgt ein sehr milder Frühlingsbeginn. Marillenblüte Ende März- ca. 10. April. Weiterhin sehr warme Apriltage bringen einen frühen Austrieb der Reben  Ende April. Eine Frostnacht von 5. auf 6. Mai führt in der östlichen Wachau in den Tallagen zu Schäden an den jungen Trieben. Die Vegetation schreitet im Mai rasch voran, sodass die Rebblüte sehr früh einsetzt und bei optimaler Witterung von Ende Mai – ca 10. Juni vonstatten geht. Nach der Blüte eher kühlere aber sehr trockene Witterung bis Mitte August, auf die eine nicht mehr erwartete Hitzewelle in der 2. Augusthälfte folgt (Hitzerekord mit ca 38° Celsius am 26.08.2012). Der September folgt mit sommerlichen Temperaturen, welche zu sehr frühem Reifebeginn führen. Die Weinlese beginnt ab Mitte September, zieht sich jedoch dann aber wieder bis Anfang November hin.
Der warme und trockene Herbst ermöglicht durchwegs sehr hohe Mostgewichte ohne wesentliche Botrytis. Dadurch ergeben sich sehr kräftige, dichte Weine mit harmonischer Säure und grossem Zukunftspotential, wobei auch die Quantität nach zwei schwächeren Jahren wieder durchaus zufriedenstellend ist.

2010
Am Beginn des Jahres gibt es einen „klassischen“ Winter mit durchgehender Schneedecke bis Ende Februar. Marillenblüte eher spät von Anfang April bis um den 20. April. Ein sehr kühler und ungewöhnlich regnerischer Mai (rekordverdächtige 180mm Niederschlag) verzögert die Vegetation etwas. Auch während der Rebblüte, die zwischen 10. und Ende Juni stattfindet, teils kühles und nasses Wetter, sodass es zu erheblichen Verrieselungsschäden sowohl bei Grünem Veltliner als auch bei Riesling kommt. Auf einen sehr heissen Juli folgt ab Ende Juli wieder eher kühle Witterung, die sich bis in den Herbst hinein fortsetzt. Die Traubenreife setzt etwas verspätet ein (Lesebeginn ca 15. Oktober). Dank eines Föhneinbruchs Anfang November können aber noch sehr hohe Mostgewichte mit gleichzeitig sehr prägnanter Säure und dies ohne jegliche Botrytis gewonnen werden. Der Jahrgang 2010 bringt sehr klare, elegante Weine mit charakteristischer Säurestruktur, leider in sehr bescheidener Menge.

2009
Nach eher kalten Wintermonaten beginnt die Vegetation relativ spät (Marillen blühen von 5. bis 10. April). Ein sehr sonniger, warmer April – ohne Aprillwetter! – läßt aber diesen Rückstand in kürzester Zeit aufholen und es kommt zu einem sehr frühen Austrieb der Reben. Demzufolge eine zeitige Rebblüte, die zwischen Ende Mai und 10. Juni stattfindet. Große Niederschläge in der 2. Junihälfte führen zu einem Donauhochwasser. Auch im Juli folgen schwere Gewitter die in der Wachau die Bäche über die Ufer treten lassen und teils schwere Vermurungen verursachen, zum Glück aber ohne Hagelschaden abgehen. Eine feuchte und sehr warme Witterung im September bringt starken Botrytisbefall vor allem beim Riesling und stellt höchste Anforderungen an die Winzer. Hohe Mostgewichte bringen Weine mit Konzentration und enormen Potential und lassen einen großen Jahrgang erwarten, allerdings bei zum Teil deutlich geringeren Erntemengen.

2008
Wieder ein sehr milder Winter, die Marillen blühen ab 10. bis Ende März. Auf einen frühen Austrieb folgt ein eher kühles Frühlingswetter, sodaß die Rebblüte von 5. bis 20. Juni im gewohnten Zeitraum erfolgt. Außergewöhnlich hohe Niederschläge im Juni und Juli bei sehr hohen Nachttemperaturen stellen große Herausforderungen an die Winzer. Auf einen schönen Spätsommer folgt ein kühler und feuchter Herbst, der die Reife der Trauben stark verzögert. Ab Mitte November setzt starker Wind ein. Durch langes Zuwarten mit der Weinlese können letztendlich doch die angestrebten Smaragdqualitäten erreicht werden. Leseende Anfang Dezember. Der Jahrgang bringt etwas leichtere, aber sehr charaktervolle, elegante Weine mit pikanter Säure.

2007
Auf einen sehr milden Winter (die Mandeln blühen Mitte Feber, die Marillen Mitte März!) folgt ein sehr früher Austrieb der Reben um den 15. April. Danach ein trockenes Frühjahr. Optimales Blütewetter gibt die Voraussetzung für eine auch quantitativ gute Ernte, die außergewöhnlich frühe Blüte von Ende Mai bis Anfang Juni lässt eine sehr frühe Ernte erwarten. Auf einen heißen und trockenen Juli folgen ein eher kühler August und ein niederschlagsreicher (140 l/m²!) September, wodurch der Erntezeitpunkt hinausgeschoben wird. Weiterer Regen im Oktober lässt um die Smaragdqualitäten etwas bangen. Letztendlich können aber bei selektiver Lese (die sich bis zum Teil weit in den November hineinzieht) sehr ausgewogene, charaktervolle Weine gekeltert werden, die durch besondere Eleganz und Bekömmlichkeit gekennzeichnet sind.

2006
Wieder ein lange andauernder Winter mit Schneelage bis Mitte März. Durch gute Wasserversorgung kommt es im Juni zu einem Vegetationsschub. Während der Blüte (14. bis 26. Juni) kommt es durch die extrem heiße und trockene Witterung zu Befruchtungsproblemen bei der Sorte Grüner Veltliner. Zum Teil große Verrieselungsschäden. Auf einen heißen und trockenen Juli folgt ein kühler, nasser August. Ab Anfang September ein traumhafter Spätsommer der bis Ende Oktober anhält. Sehr hohe Mostgewichte bei gesundem Traubenmaterial ist das Ergebnis dieses „Jahrhundertherbstes“. Die ersten Verkostungen lassen große Weine erwarten, die an legendäre Jahrgänge anschließen könnten. Leider geringe Menge bei Grünem Veltliner.

2005
Beginnt mit einem kalten Winter (Schnee bis Mitte März) dann aber rasche Erwärmung. Gute Feuchtigkeitsversorgung im Frühjahr, die Blüte von 8. bis 23. Juni verläuft normal. Sehr ergiebige Niederschläge im Juli und August (zusammen etwa 300 l/m²) lassen etwas Sorge um die Qualität des Jahrgangs aufkommen. Ein Bilderbuchoktober beschert uns aber einen ausgezeichneten Jahrgang mit großer Tiefe und Finesse sowie ausgewogener Säurestruktur.

2004
Im Winter und Frühjahr wechseln sich kühlere und wärmere Perioden ab. Die Blüte dauert von 10. bis 25. Juni. Auf einen feuchten Juni, der gute Wasserreserven bringt, folgt ein trockener Sommer bis Mitte September. Anschließend kühle, feuchte Witterung die auch im Oktober anhält. Später Lesebeginn ab 20. Oktober. Mit viel Geduld und großen Ertragseinbusen, besonders bei der Sorte Riesling, können aber vor allem im Lauf des November sehr gute Qualitäten geerntet werden. Etwas schlankere, aber sehr elegante Weine, die speziell beim Riesling eine rassige Säure mitbringen.

2003
Auf einen kalten Jänner und Februar folgen sehr warme Frühlingsmonate, die eine sehr frühe Blüte bringen (Ende Mai bis 10. Juni). Danach ein sehr heißer Sommer mit raschem Vegetationsfortschritt. Trotz frühen Erntebeginns zieht sich die Lese durch Regen Anfang Oktober in die Länge. Ein früher Wintereinbruch am 24. Oktober mit -5°C und 10 cm Schnee unterbricht die Weinlese, die zwischen 10. und 15. November zu Ende geht. Der Jahrgang bringt sehr gehaltvolle Weine die durch große Harmonie bestechen. Großer Jahrgang.

2002
Milder Winter. Starke Niederschläge im März führen zum 1. Hochwasser des Jahres. Anschließend trockenes und warmes Frühjahr, relativ frühe Blüte von 5. bis 15. Juni, optimale Witterung bis Anfang August. Extreme Regenfälle – von 6. bis 12. August fallen 220l regen je m² - führen zum schlimmsten Hochwasser seit Menschengedenken und bringen viele Steinmauern zum Einsturz, insgesamt 50.000m² Mauerwerk müssen in den folgenden Jahren wiederaufgebaut werden. Anschließende trockene und warme Witterung bringt eine gute Traubenreife. Klassische Weine mit ausgeprägter Sortentypizität.

2001
Auf einen milden Winter folgt ein eher kühles Frühjahr, dadurch etwas spätere Blüte (15. bis 25. Juni). Nach sehr schönen August kühler September, der die Reife etwas hinaus zögert. Im Oktober häufig Morgennebel, der aber bald der Sonne weicht. Sehr feine, elegante Rieslinge mit guter Säurestruktur, später geerntete Grüne Veltliner bringen große Dichte und Konzentration. Vereinzelt auch sehr gute edelsüße Weine.

2000
Sehr warme Witterung im April führt zu frühem Austrieb um den 20. April und in der Folge zur frühesten Rebblüte seit es Aufzeichnungen gibt, vom 25. Mai bis zum 8. Juni. Juni und August extrem heiß. Sehr früher Lesebeginn um den 15. September. Anfang Oktober setzt Regen ein und führt zu Botrytis. Die Ernte zieht sich sehr lange dahin, es muss sehr selektiv gelesen werden. Ein Jahrgang mit reifen, etwas opulenten Weinen, die trotz etwas geringerer Säure gutes Alterungspotential haben.

1999
Auf einen sehr warmen Mai folgt ein etwas kühlerer Juni. Blüte von 10. bis 20. Juni. Schöne Sommermonate mit guter Niederschlagsverteilung und ein außergewöhnlich sonniger September sind die Basis für einen ausgezeichneten Jahrgang. Der Riesling zeichnet sich durch seine Eleganz aus, Grüner Veltliner besticht durch reife, geschmeidige Weine mit viel Fruchtschmelz.

1998
Abnormal warmer Februar und Märzbeginn bringen sehr frühe Marillenblüte (Beginn am 8. März, am 11. und 12. März bei -5°C erfroren). Warme Monate Mai und Juni ermöglichen eine frühe Blüte von 6. bis 20. Juni. Durchschnittliche Sommertemperaturen mit ausreichend Niederschlag ergeben eine gute Traubenreife. Feuchte, nebelige Witterung Anfang Oktober löst starken Botrytisbefall aus, der dem Jahrgang Note gibt. Dichte, konzentrierte Weine im Smaragdbereich, die erst nach einigen Jahren die volle Qualität entfalten sowie eine große Anzahl von Süßweinen prägen den Jahrgang.

1997
Sehr tiefe Temperaturen Ende Dezember 1996 verursachen in ebenen Lagen Winterfrostschäden. Eher später Austrieb. Ein schöner Mai holt wieder viel auf. Rebblüte ca. 10. bis 20. Juni. Auf einen kühleren Juli mit guter Wasserversorgung folgt ein warmer August und ein traumhafter September. Gesundes Traubenmaterial und die großen Temperaturunterschiede im Herbst geben den Weinen des Jahrgangs 1997 seinen unverwechselbaren Charakter.

1996
Auf einen langen Winter mit durchgehender Schneelage bis Mitte März folgt ein warmes, feuchtes Frühjahr, danach eine frühe Rebblüte zwischen ca. 10. und 23. Juni. Bis Ende August durchaus guter Vegetationsverlauf, anschließend aber ein nasskalter September, in dem die Sonne kaum zum Vorschein kommt. Dadurch enorme Reifeverzögerung, die nur durch sehr späte Lese noch etwas ausgeglichen werden kann. Besonders die Rieslinge haben eine markante Säure. Mengenmäßig kleinere Ernte.

1995
Sehr milder Februar und März, die Marillen beginnen Mitte März zu blühen. Früher Austrieb. Der feuchte und kühle Juni zögert die Blüte etwas hinaus (18. – 27. Juni). Ein warmer Sommer und gute Niederschlagsverteilung bringen gute Reifevoraussetzungen. Die erste Oktoberhälfte ist feucht und nebelig, dadurch setzt Mitte Oktober Botrytis ein. Durch eine anschließende Schönwetterperiode setzt eine Konzentration der Trauben ein. Sehr dichte, gehaltvolle Weine mit dezentem Botrytiston prägen diesen Jahrgang. Vereinzelt sehr gute Beeren- und Trockenbeerenauslesen.

1994
Auf ein eher kühleres und feuchtes Frühjahr (Blüte ca. 15. – 25. Juni) folgt ein extrem heißer und trockener Sommer. In Terrassenlagen ohne Bewässerung sehr große Trockenschäden. Die Weine sind in ihrer Jugend nicht so zugänglich, in Lagen mit genug Feuchtigkeit und bei später Lese gibt es aber „Große Weine“.

1993
Von Ende Jänner bis ca. 10. März Schneedecke, Anfang Februar sehr kalt. Sehr warme Witterung ab Ende April bringt einen Wachstumsschub und eine frühe Rebblüte von Anfang bis Mitte Juni. Ein warmer Sommer und ein schöner Herbst bringen eine gute Traubenreife. Hohe Luftfeuchtigkeit im Oktober bringt Leichte Botrytis, die sich aber positiv auf die Qualität auswirkt.

1992
Später Austrieb der Reben aber dann rascher Vegetationsvorsprung. Rebblüte von 5. – 15. Juni. Ein sehr heißer und trockener Sommer bedingt einen frühen Lesebeginn mit sehr reifen Trauben. Der Jahrgang bringt vollmundige, geschmeidige Weine, denen in der Jugend etwas die Säurepikanz fehlt.

1991
Später Austrieb der Reben, Mai und Anfang Juni sehr feucht und kühl, sehr späte Rebblüte von 25. Juni bis 10. Juli. Auch Juli und August sind für die Jahreszeit zu kühl. Anfang August das größte Donauhochwasser seit 1954. Ein wunderschöner September und Oktober „retten“ den Jahrgang, der fruchtbetonte, etwas schlankere Weine mit Säurerückgrat bringt. Ende Oktober Frühfrost der bei den letztgelesenen Trauben einen leichten Eisweinton hervorbringt.

1990
Nach einem schneelosen Winter und bis 25°C im März ein sehr kühler April. Gute Feuchtigkeitsversorgung im Frühjahr, Rebblüte 20. – 30. Juni. Mitte Juli bis Ende August sehr heiß und trocken, einem kühlen September folgt ein traumhafter Oktober. Der Jahrgang bringt ausgezeichnete Qualitäten bei gutem Ertrag.

1989
Auf einen eher milden Winter folgt ein kühler, feuchter Frühling, der eine lang gezogene Rebblüte von Mitte Juni bis Anfang Juli bedingt. Das feuchte und kühle Wetter des Frühjahres setzt sich über den Sommer fort und führt zu einer späten Traubenreife, dann allerdings folgt ein schöner Spätherbst. Mittlerer Ertrag, leichte aber sortentypische Weine mit ausgeprägter Säure.

1988
Sehr milder Winter, erster Schneefall am 27. Februar. Rebblüte Mitte Juni bis ca. 25. Juni. Warmer und trockener Herbst, sehr schönes Lesewetter. Ein Jahrgang mit gutem Ertrag bei sehr guter Qualität, teilweise geprägt von der warmen Witterung während der Weinlese.

1987
Sehr kalter Winter, teilweise Frostschäden in tiefen Lagen. Kühler Mai und späte Blüte. Nach einem kühlen Sommer folgt noch ein schöner Herbst. Spätere Reifeentwicklung bringt eher leichte, fruchtige und säurebetonte Weine.

1986
Nach kalten Winter ein Austrieb um den 25. April. Sehr frühe Blüte, heißer Sommer mit wenig Regen. Sehr früher Reifebeginn. Die Lese ist um den 20. Oktober großteils abgeschlossen. Gesundes Traubenmaterial, hohe Reife und gute Säurewerte bringen sehr gehaltvolle, langlebige Weine. Eher geringe Erntemengen. Einführung der Kategorien "Federspiel" und "Honivogl", die ab 1987 als "Smaragd" bezeichnet wird.

1985
Sehr kalter Winter, Eisstoß auf der Donau bis Dürnstein, dadurch eine quantitativ kleine Ernte. Gute Niederschlagsverteilung im Sommer und ein schöner Herbst bringen eine sehr gute Qualität, delikate fruchtbetonte Weine sind typisch für 1985.

1984
Später Austrieb (Anfang Mai) und eine sehr späte und lange Blüte (20. Juni bis 10. Juli). Ein zu kühler Sommer verzögert den Reifebeginn weiter. Sehr später Erntebeginn, ein Kontrast zu 1983. Leichte, fruchtige, säurebetonte Weine, die „Steinfeder“ wird geboren.

1983
Warmer Jänner, früher Austrieb und frühe Rebblüte, trockener und heißer (Jahrhundert)Sommer, sehr schöner Herbst. Gesundes Traubenmaterial mit hohen Mostgewichten und etwas geringer Säure sind die Folge. Guter Ertrag. Sehr vollmundige, harmonische Weine, die trotz geringerer Säure ein sehr gutes Alterungspotential haben, zeichnen diesen Jahrgang aus.